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Ausstellung Moderne Madonnen

Bilder von Sylvia Vandermeer

Im Exerzitienhaus Hofheim ist vom 10. Oktober bis 31. November 2021 die Ausstellung „Moderne Madonnen“ zu sehen. Die Künstlerin Sylvia Vandermeer zeigt auf 9 großen Bildtafeln junge Frauen aus unterschiedlichen Kulturen, die als „Maria“ die am meisten verehrte Heilige in der katholischen Kirche darstellen. Die realen Personen aus ihrem Umfeld hat die Künstlerin auf Holz mit Goldgrund gemalt, so dass die Werke an Ikonen erinnern.

Maria ist als Mutter Jesu die größte und am meisten verehrte Heilige in der katholischen Kirche. Auch in den Kirchen der Diaspora wird Maria in Form von Marienwallfahrten, Rosenkranzandachten, durch Gebete, Votivgaben und in einem Meer brennender Kerzen verehrt. Ziel des Projektes der auf Rügen lebenden Künstlerin ist es, dem Wesen der Heiligen (sie empfängt Christus, gebiert ihn in den Getauften und verkündet ihn der Welt) durch moderne Marienbilder nachzuspüren und dieses wieder stärker ins Bewusstsein unserer heutigen Zeit zu bringen.

Sylvia Vander­meer hat dazu zwölf Gemälde (im Format 100 x 70 cm) mit jungen Frauen von heute geschaffen, von denen neun gezeigt werden. Ein Schwerpunkt der Künstlerin liegt auf der gestalterischen Übersetzung biblischer Szenen in aktuelle künstlerische Ausdrucksformen, womit sie einen großen Kreis von Menschen angesprochen hat. Von ihr wurde im Exerzitienhaus bereits 2014 die Ausstellung »Die Betenden« gezeigt.

Sylvia Vandermeer ist 1968 in Zeitz in Sachsen-Anhalt geboren und lebt derzeit im Ostseebad Binz. Sie studierte Betriebswirtschaft, Biologie und Malerei und promovierte und habilitierte sich 2007 in Wien. Studienaufenthalte führten sie nach Rom, Florenz und Venedig. Die Künstlerin spezialisierte sich auf Lasurtechniken der Renaissance mit Ei-Tempera und Öl auf Blattgold. Sie verwendet alte Rezepte zur Herstellung ihrer Farben und erforscht deren Strukturen.

Ausstellungszeitraum: 10. Oktober bis 31. November 2021

Die Ausstellung ist werktags von 9.00–17.00 Uhr zugänglich.

Fotonachweis Bild 1: Frank Meierewert

Text und Fotonachweis Bilder 2 und 3: Br. Stefan Federbusch